Schach ohne Grenzen Überregionaler Schachverein
Schach ohne GrenzenÜberregionaler Schachverein

Spielberichte

1. Spielwochenende: 03.10.2014 - 05.10.2014 in Hartkirchen (OÖ)

 

Die Auftaktveranstaltung zur Damen-Bundesliga fand dieses Mal, kombiniert mit der 2. Bundesliga Mitte, in Aschach/Donau statt.

 

In der 1. Runde trafen Christin und Eva auf den letztjährigen Vizemeister ASVÖ Pamhagen. Ein fast aussichtloses Unterfangen, hatten sich doch die Burgenländerinnen noch die amtierende Staatsmeisterin Barbara Teuschler an Bord geholt.

Aber unsere Mädels hielten sich gut und hatten keine Probleme in der Eröffnung. Christin wollte sich sogar den Luxus erlauben, mit Schwarz im Italiener groß zu rochieren. Das verschärfte ihre Partie (vielleicht unnötig), da nun beide Spielerinnen bedingungslos auf den König losgehen konnten. Barbara gelang es als Erste, Linien gegen die Königsstellung zu öffnen. Und so musste Christin erstmal alle ,Einbruchsfelder flicken’, was auch gelang. Eben in dieser Phase, als der Angriff abgeschlagen schien, stellte Chrissi einen Bauern ein und die Partie endete rasch in einer Niederlage – sehr schade.    

In der Partie von Eva gegen Lisa Hapala ging es da schon ,gemütlicher’ zu. Bis weit ins Mittelspiel war langsames Lavieren um kleine Stellungsvorteile angesagt. Beim Übergang in ein Leichtfigurenendspiel kam Eva plötzlich unter Druck und lief Gefahr, einen Bauern zu verlieren. Aber ihr gelang es, das Material so weit zu reduzieren und die Partie somit ins Remis retten – Endstand: 0,5:1,5.

 

Runde zwei brachte uns mit SK Advisory Invest Baden eine schlagbare Truppe. Allerdings war die Vorbereitung bei Christin mit Rundenbeginn ad acta gelegt, da bei Baden plötzlich Denise Trippold zu diesem Wettkampf angereist war. Aber Christin ließ sich nicht beirren und erreichte eine gute Mittelspielstellung. Bei Eva ging der vorbereitete ,Eröffnungs Crashkurs’ voll auf und Eva stand sehr früh auf Gewinn. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis das 1:0 in trockenen Tüchern war.

Christin kam, wie fast immer, in Zeitbedrängnis und stellte den wichtigsten Bauern am Brett ein. Verzweifelt kämpfte sie noch lange einen aussichtslosen Kampf – Endstand 1:1.

 

Eine Paarung auf Augenhöhe sollte es gegen die Damen von SV Autohof St. Veit/Glan werden.    

In der Partie von Christin wich die Gegnerin von der Vorbereitung ab. Leider versäumte es aber Chrissi, mit einem Gegenschlag im Zentrum, daraus Nutzen zu ziehen. Nach einem Einschlag in der Brettmitte brach die Stellung wie ein Kartenhaus zusammen. Unsere Hoffnungen auf einen Teilerfolg lagen nun bei Eva. Lange Zeit war ,nichts los’, bis dann irgendwann ihre Gegnerin einen Bauern opferte (einstellte ?). In einem gleichfarbigem Läuferendspiel holte sich Eva noch einen zweiten ,Mops’ und brachte die Partie sicher nach Hause. – Endstand 1:1.

 

Wir konnten unseren Startrangplatz halten und starten weiterhin motiviert in die nächsten Runden, die allerdings erst Ende Februar 2015 stattfinden werden.

2. Spielwochenende: 27.02.2014 - 01.03.2015, in St. Veit an der Glan (K)

 

Die Runden 4 bis 6 fanden in der Blumenhalle in St. Veit/Glan statt. Eine ideale Austragungsstätte für eine Schachveranstaltung, die neben der Damen-Bundesliga (seit kurzem umbenannt in Frauen-Bundesliga) auch noch die Runden der 1. Bundesliga und der 2. Bundesliga-Mitte austrägt.

 

In Runde 4 trafen wir auf die Damen (Frauen J) von SV Extraherb WS.

Wir spielten mit Christin und Marie. Die Vorbereitung von Christin war in dem Moment ad acta gelegt, als plötzlich nicht Andrea Zechner sondern Melanie Mattersberger an Brett 1 auftauchte.

In einem Sveshnikow hatte die Gegnerin ,keinen Peil’ und stellte im 10. Zug eine Figur ein. Somit war die 1:0 Führung unter Dach und Fach. Marie kam gut aus der Eröffnung, hatte dann aber etwas Probleme und bekam einen schwachen Bauern auf c5. Sehr überraschend bot die Gegnerin im 20. Zug plötzlich Remis. Natürlich nahm Marie dieses Angebot an, was uns den ersten Sieg in dieser Saison einbrachte.

 

Zur Samstagbegegnung gegen die Spg Steyr 1 kam dann Chiara mit ihrer Mama Karin nach. Nach einer strapaziösen Anreise kamen beide erst eine Stunde vor Rundenbeginn an. Die vorgesehene Route über den Felbertauern musste wegen Skifahrerverkehr geändert werden und so wich Karin über Südtirol, mit Schnee auf dem Brenner, aus.

Die Crash-Vorbereitung auf Chiaras Gegnerin war erfolgreich und es kam die besprochene Variante aufs Brett. Auch bei Marie hatten wir die ersten 15 Züge bereits auf dem Analysebrett.

Leider wählte dann Marie einen falschen Plan und kam am Damenflügel unter Druck. Ein Figureneinsteller brachte die Entscheidung zu Gunsten ihrer Gegnerin.

Chiara hatte einen schönen Königsangriff, kam dann aber in Zeitnot. Aber sie konnte um den 40. Zug einen Bauern gewinnen und in ein Endspiel abwickeln. Trocken und clever verwertete Chiara dann ihren Freibauern zum Sieg. 1:1 und 5:5 Mannschaftspunkte bedeutete den geteilten 5. Platz.

 

Ein kleiner Schock war dann die Auslosung der 6. Runde. Mit ASVÖ Wulkaprodersdorf trafen wir auf die Nummer 1 der Setzliste mit den Nationalspielerinnen Kopinits und Exler, beide fast 400 ELO-Punkte stärker als unsere Mädels. Chiara musste mit Schwarz gegen Veronika Exler ans Brett und folgte bis zum 14. Zug unserer Vorbereitung, die zum Ausgleich führen sollte. Anstatt dann mit der Rochade die Entwicklung abzuschließen, schoss Chiara ,einen taktischen Bock’, der sofort die Partie entschied.

Bei Christin trafen wir die Vorbereitung überhaupt nicht, da die Gegnerin bereits im ersten Zug abwich.

Chrissi hielt aber sehr gut mit, stellte dann aber im Mittelspiel einen Bauern auf a2 ein. Das entstandene Turmendspiel war vielleicht irgendwo Remis zu halten, aber nach 4,5 Stunden musste sie dann aufgeben.

 

Mit dem Kärntner Wochenende können wir im Großen und Ganzen doch zufrieden sein und schauen hoffnungsvoll auf die abschließenden Runden im Zillertal.      

3. Spielwochenende: 19.03.2015 - 21.03.2015, in Mayrhofen (Tirol)

 

Endlich mal ein ,Heimspiel’! Nach den weiten Reisen Aschach und St. Veit standen die Schlussrunden in Mayrhofen im Zillertal auf dem Programm. Mit dem Europahaus hatte der Gastgeber eine ausgezeichnete Lokalität zur Verfügung gestellt, in der auch parallel dazu die 1. Bundesliga ihren Meister ermittelte.

 

Die Runde 7 bescherte uns mit dem JSV Mühlviertel das Tabellenschlusslicht der Frauen-Bundesliga.

Bereits in St. Veit, nach der Auslosung dieser Runde, war klar, dass die Oberösterreicher im Zillertal nicht antreten werden, da sie aus schulischen/sonstigen Gründen keine Mannschaft schicken könnten.

Also: 2:0 Mannschafts- und Brettpunkte für unser Team.

 

Wir konnten also einen Tag später anreisen. Gegen die Schachamazonen aus Graz gingen Christin und Eva an die Bretter. Die Vorbereitung bei Eva war punktgenau. Bereits aus der Eröffnung bekam sie eine Gewinnstellung. Bei Chrissi war nicht viel los und alles schien auf eine Punkteteilung hinauszulaufen.

Leider aber wendete sich das Blatt. Christin stellte eine Figur ein und Eva spielte zu zaghaft und die Stellung war sehr unklar. Aber Eva musste auf Gewinn spielen und langsam bekam sie wieder Oberwasser, konnte sich zwei Bauern schnappen und spielte die Partie sicher nach Hause – 1:1.

Da die Spitzenpaarungen allesamt unentschieden endeten, stand bereits jetzt der SV Dornbirn als Sieger fest.-

Herzlichen Glückwunsch!

 

Die Auslosung der Abschlussrunde wollte es so, dass wir ,die Ehre hatten’, gegen den neuen Meister antreten zu dürfen/müssen.

Nach einer intensiven Vorbereitung von Eva und Chiara auf Helene und Annika gingen wir selbstbewusst diese Aufgabe an. - ???!!!! aber die Vorarlberger Meisterinnen hatten wohl Angst J ????!!!!

Vielleicht aber auch nicht J - sie gaben ihren jungen Ersatzmäusen die Möglichkeit, als  Meisterteam mit geehrt zu werden. Und so saßen Eva und Chiara den sympathischen Girlies Alexa und Matea gegenüber.

Eva packte ein Schottisches Gambit aus und Alexa war ,ein bissl’ überfordert. 1:0 –

Chiara hatte sich die Aufgabe eigentlich leichter vorgestellt. Matea spielte eine sehr, sehr gute Partie und brachte Chiara ordentlich ins Schwitzen. Sollte Chiara den Königsangriff überstehen, war klar, dass der Materialgewinn zum Sieg ausreicht. Chiara konnte alle Angriffe abwehren und gewann.

2:0 gegen den Meister!!!!

Wir hatten mit dem erreichten 5. Platz NUR FREUDE PUR!!!

Schach ohne Grenzen

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6341 Ebbs 

Österreich

 

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