Schach ohne Grenzen Überregionaler Schachverein
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Spielberichte

Doppelrunde in St. Veit von 24. - 26. Februar 2016

 

Dieses Mal ging es nach St. Veit in Kärnten.

In Runde 4 brachten wir gegen die Spg. Steyr die Mannschaft Christin Anker, Janine Kimpel, Karin Roos und Magdalena Mörwald an die Bretter.

Unsere Gegner konnten ihre stärkste Besetzung aufbieten und hatten an jedem Brett ein z. T. sattes ELO-Plus.

Der Wettkampf verlief aber ausgeglichen und sehr spannend.

Magdalena musste mit den schwarzen Steinen gegen einen c3-Sizilianer ankämpfen und kam leider gar nicht zu recht. Sehr schnell büßte sie eine Figur ein und musste aufgeben.

Aber zu diesem Zeitpunkt war schon klar zu sehen, dass Karin und Janine sehr vorteilhafte Stellungen auf dem Brett hatten.

Karin konnte mit Weiß den Isolanie-Bauern vorrücken, die schwarze Stellung war überlastet, explodierte in den Zentrallinien und Karin gewann eine Figur und die Partie. Ein Musterbeispiel für die Behandlung einer Isolanistellung. Karpov hätte nicht besser spielen können J.

Auch Janine hatte eine Eröffnung nach ihrem Geschmack bekommen. Mit den schwarzen Steinen spielt sie einen geschlossenen Sizilianer mit vertauschten Farben. Ihre Gegnerin stellt sich einfach nur schlecht auf und Janine spielt einen unwiderstehlichen Königsangriff. ,Ein Spiel auf ein Tor’. Eine starke Partie und nach 3 Stunden gehen wir mit 2:1 in Führung und die Hoffnung auf einen doppelten Punktgewinn war realistisch.

Denn Christin hatte gegen eine starke Tschechin (2170 ELO) zwar eine Quali weniger, aber dafür einen Bauern, einen stark postierten Läufer, einen aktiven Turm und schönen Raumvorteil.

In der mörderischen 2. Zeitnotphase, in der keine Spielerin sich mehr vom Brett entfernen kann, opfert ihre Gegnerin die Quali zurück und beide bekommen ein Turmendspiel mit Freibauer auf der vorletzten Reihe. Chrissi muß den Turm geben und versäumt es den König zu aktivieren, was ihr das Remis gesichert hätte. Sie kann zwar den Turm zurückgewinnen, aber ihre Gegnerin erreicht den zuletzt verbliebenen Bauern zuerst und nach 5,5 Stunden war die Partie entschieden – Endstand 2:2.

 

Die 5. Runde bescherte uns den Vorjahresmeister SK Dornbirn.

Erstmals in dieser Saison konnten wir Anita Stangl einsetzen, was für unseren Gegner natürlich etwas überraschend war.

Mit Anita, Christin, Janine und Magdalena gingen wir an die Bretter. Die Eröffnungsvorbereitung bei Chrissi, Janine und Magdalena war ein Erfolg und bis weit ins Mittelspiel hatten wir vorteilhafte Stellungen auf dem Brett. Anita konnte sich langsam aus einer gedrückten Stellung befreien und bekam einen aussichtsreichen Königsangriff. Auch Christin gelang es mit Turm und Dame auf der 7. Reihe starke Drohungen aufzubauen. Janine hatte im Mittelspiel etwas den Faden verloren und stellte 2 Bauern ein. Bei Magdalena war nicht viel los. Ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern sollte wohl Remis enden.

Dann kam die Zeitnotphase. Anita spielte eine starke Partie und gewann im Königsangriff. Chrissi hätte im 40. Zug einzügig Matt setzen können, tauschte aber stattdessen die Dame und landete in einem schlechten Endspiel - schade. Janine musste ihre erste Niederlage unterschreiben und auch Christin konnte das Endspiel nicht mehr halten. Magdalenas Gegnerin versuchte zwar noch alles, aber ,unser Küken’ J konnte alle Versuche abwehren und erzielte ein verdientes Remis. Endstand 1,5:2,5.

 

Am letzten Tag in St. Veit wurde dann die Mannschafts-Blitzmeisterschaft mit 10 Mannschaften ausgetragen.

Unsere Damen, in der Besetzung Anita, Janine, Christin und Magdalena schlugen sich sehr gut.

Nach einer Auftaktniederlage gegen Dornbirn, ließen unsere Amazonen 4 Siege und ein Unentschieden folgen und schnupperten sogar an einem Medaillenrang, aber 2 Niederlagen und ein Schlußsieg bedeuteten Rang 5, punktgleich mit dem Dritten St. Veit.  

Drei Runden in Mattersburg

 

Start in die neue Frauen-Bundesliga Saison

 

In der Saison 2015/16 hat es die Westvereine Dornbirn, Zillertal und uns bös erwischt, was die Austragungsorte angeht. Diesmal Mattersburg, danach St. Veit und abschließend Graz.

 

Die Anfahrt zum ersten Event nach Mattersburg war problemlos, aber mit fast 600 km extrem lang.

In der 1. Runde trafen wir auf den Favoriten ASVÖ Wulkaprodersdorf, bestückt mit den Nationalspielerinnen Newrlka, Exler und Kopinits. Gegen uns fehlte allerdings Tina Kopinits und in der Besetzung Hanna Marie Klek, Christin Anker, Eva Wunderl und Janine Kimpel konnten wir gut dagegenhalten und einen offenen und ausgeglichenen Wettkampf abliefern.

 

Eva spielte mit Schwarz etwas zu vorsichtig und hatte einige gute Möglichkeiten verpasst, die Stellung aktiver anzulegen. Plötzlich hatte die Gegnerin Königsangriff, Eva fand nicht die richtige Verteidigung und musste sich geschlagen geben.

Janine machte von Anfang an mächtig Druck, machte sich dann aber das Leben schwer, in dem sie ihrer Kontrahentin die Zeit zu Verteidigungszügen gab. Letztendlich aber gewann Janine mit einem unparierbaren Königsangriff – 1:1.

Hanna Marie kam sehr gut aus der Eröffnung, wählte dann aber einen sehr riskanten Plan und stand ,komisch’ gefesselt am Damenflügel. Nachdem ihre Gegnerin dann plötzlich auf Königsangriff setzte, fehlten Hanna Marie die Figuren zur Verteidigung und der Angriff schlug leider durch -1:2.

Christin spielte eine gute Partie gegen Vroni Exler, hatte strategisch gesehen, den besseren Läufer und die aktiveren Türme. Aber nach fast sechs Stunden Spielzeit erlahmten die Kräfte und Chrissi verlor einen Bauern und konnte das Endspiel nicht mehr halten.

Letztendlich also eine ,normale 1:3 Niederlage’, die aber nicht den Kampf und die Möglichkeiten widerspiegelte.

 

Runde 2 bescherte uns Chessgraz, die zwar an 3 gesetzt waren, aber immense Aufstellungssorgen an diesem Wochenende hatten. So konnten sie in der ersten Runde nur 2 Bretter besetzen und gegen uns traten sie mit drei Spielerinnen an. Somit war Eva spielfrei und ,brachte uns mit 1:0 in Führung’.

Bereits 2 Stunden später gewann Hanna Marie sehr klar und ungefährdet. Kurz darauf stellte Janine den Mannschaftssieg sicher. Janine gewann einen Bauern und gleich darauf noch eine ,Leichte’. Da hatte ihre Gegnerin keine Lust mehr. Auch Chrissi hatte sich eine Gewinnstellung erspielt. Leider stellte sie eine Figur ein, versuchte zwar noch alles, aber die Niederlage war nicht mehr zu verhindern. Endstand 3:1.

 

Die nächsten Gegnerinnen waren der SK Extraherb WS, die ebenfalls, wie Chessgraz, Aufstellungsprobleme hatten und in den beiden ersten Begegnungen das Brett 4 frei ließen. Bei uns war eigentlich Karin Roos für diesen Wettkampf vorgesehen. Hanna-Marie hätte dann pausiert, da nur eine Ausländerin eingesetzt werden darf.

Sollte allerdings Extraherb wieder das 4. Brett kontumazieren, was wahrscheinlich war, hätte Karin wieder keine Spielmöglichkeit gehabt. Somit wäre es sinnvoller, Hanna Marie einzusetzen. Am Vorabend wurde lange darüber diskutiert und man entschied sich für die 2. Variante.

Bei Spielbeginn hieß es dann, Brett 3 kampflos für uns. Eva hatte somit zum zweiten Mal keine Gegnerin und Karin hätte doch spielen können. Sehr, sehr unbefriedigend und Karin tat uns allen leid, denn sie hätte gern gespielt.

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Hanna Marie spielte mit Schwarz ihre Gegnerin schwindlig. Eine taktische Demonstration gegen den italienischen Aufbau.

Auch Janine konnte den Druck immer mehr verstärken, erst eine Figur gewinnen, dann noch eine Quali. Mit Turm mehr war’s kein Problem, auf 3:0 zu erhöhen. Somit war Janine an diesem Wochenende mit drei Siegen ,eine Bank’. Auch Chrissi spielte eine gute Partie, schnürte die gegnerische Stellung immer mehr ein. Zunächst ein Bauerngewinn, dann noch einen Springer, das war’s – 4:0.

Fazit: Ein guter Start in die neue Saison!!      

Schach ohne Grenzen

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