Schach ohne Grenzen Überregionaler Schachverein
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Bundesliga Wochenende in Feffernitz/Kärnten

 

Der Auftakt in der Frauen-Bundesliga, die heuer mit 10 Mannschaften im Rundensystem spielt, führte uns nach Feffernitz in Kärnten.

Mit Inas ,Mannschaftsbus’ war die Anreise ohne Probleme und so konnten ,unsere Mädels’ Christin, Eva, Janine und Karin gechillt zum ersten Kampf antreten. Wir wussten jedoch, dass wir 'einsatzgeschwächt' aufgestellt waren.

Erster Gegner war der mehrmalige Staatsmeister ASVÖ Wulkaprodersdorf.

Überraschenderweise traten die Burgenländer nur an drei Brettern an und somit brachte uns Janine kampflos mit 1:0 in Führung. Es war klar, dass Christin und Eva an den Spitzenbrettern einen schweren Stand haben würden. Gegen Exler und Newrlka waren zwei Nationalspielerinnen, mit 400 ELO-Punkten mehr, eine Riesen-Herausforderung.

Karin, an Brett 4, kam gut aus der Eröffnung und hatte immer Druck in der Stellung. Sie gewann einen Bauern und hätte in ein günstiges Turm/Springer Endspiel einlenken können. Leider aber gab sie den Bauern wieder zurück und die Punkteteilung war unausweichlich. Mittlerweile hatte Eva verloren. Sie schaffte es nicht, das Figurenknäuel im Zentrum zu koordinieren und büßte Material ein. Christin, mit Schwarz, überstand solide die Eröffnungsphase. Im Mittelspiel kam sie aber dann unter Druck und musste die Quali opfern. In beidseitig hochgradiger Zeitnot übersah sie eine Rettungsmöglichkeit. Ein Springeropfer hätte ihr ein Remis gesichert. Schade, das Endspiel war dann nicht mehr zu halten.  - 1,5:2,5 -

 

Großes Rätselraten stand dann vor dem Tiroler Derby gegen Mayrhofen/Zillertal an. Zwei Zillertaler Mädels  verließen ihr Team – wer wird denn jetzt nachkommen?  Das Geheimnis war schnell gelüftet:

Anna-Lena Schnegg (Österreichische Staatsmeisterin) und Vanessa Röck rückten nach. Dazu an Brett 1 die Erfurterin WIM Judith Fuchs und die U16 Meisterin Sophie Konecny. Ein starkes Team!

Die Eröffnungsvorbereitung bei Christin (gegen Judith) und Karin (gegen Vanessa) trafen wir voll und auch Eva hatte keine Probleme gegen Anna-Lena. Janine stand mit Schwarz sehr gedrückt, aber ihre Gegnerin fand kein Rezept, das Bollwerk zu knacken. Bei vollem Brett kam es plötzlich zu einer Zugwiederholung – damit konnten wir gut leben.

Christin kam immer mehr unter Druck, aber dafür stand Karin, mit einem Mehrbauer, sehr aussichtsreich.

Christin musste eine Qualität geben und die Partie war nicht zu halten. Karin verwertete ihren Materialvorteil in einem Turmendspiel und sorgte mit einem Sieg für den 1,5:1,5 Ausgleich.

Eva spielte eine gute Partie und sorgte für mächtig Druck. Leider wurde sie nicht belohnt. Ein unachtsamer Zug in Zeitnot und sie verlor eine Figur und die Partie. – 1,5:2,5 -

 

In Runde 3 ging es gegen das Grazer Team SC Extraherb WS, die an Brett 1 eine starke Slowenin aufbieten konnten.

Zwischenstand nach zwei Stunden: Christin wählte mit Weiß den sizilianischen Grand-Prix-Aufbau, setzte auf Königsangriff, aber einige Angriffsfiguren standen noch am Damenflügel geparkt. Eva war mit ihrer Stellung sichtlich zufrieden. Drei Leichtfiguren waren bereits getauscht und Eva hatte den aktiveren Läufer.

Janine stand gut und hatte einen starken Springer auf einem zentralen Vorposten. Bei Karin durfte man gespannt sein, ob ihr Angriff auf den lang rochierten König durchschlägt oder ob sie an ihrer Raumnot und den strukturellen Problemen den Kürzeren ziehen wird.

Leider entschied sich der Wettkampf innerhalb von 30 Minuten zu unseren Ungunsten.

Bei Karins Partie drang der gegnerische Turm auf die 7. Reihe ein und ,rasierte’ alles weg. Christin wurde eiskalt ausgekontert und auch hier war Materialverlust nicht mehr zu vermeiden. Die gegnerischen Konter saßen auch bei Janine und ihr blieb nichts anderes übrig, als der Gegnerin zu gratulieren. Eva war es vorbehalten, mit einem gerechten Remis, den Endstand von 0,5:3,5 zu markieren.

 

Das war leider nicht ,unser Wochenende’ und so mussten wir mit ,einer großen Rochade’

(0-0-0 Mannschaftspunkte) die Heimreise antreten.

                                                                                                                                                                                                                                  * Günther *

 

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