Schach ohne Grenzen Überregionaler Schachverein
Schach ohne GrenzenÜberregionaler Schachverein

                     1. Frauenbundesliga

Frauen Bundesliga in Wien von 6. - 8. Februar 2026

 

Die Frauenbundesliga gastierte mit den Runden 4 bis 6 in der Landeshauptstadt Wien.

 

Die Anreise erfolgte bei dieser Entfernung natürlich einen Tag vorher.

So konnten wir in der starken Besetzung Marina Brunello, Viktoria Radeva, Zoya Schleining und Marharyta Khrapko ausgeruht an die Bretter gehen. Ina 'betreute unsere Mädels vor Ort’.

 

Unser Gegner in Runde 4 war der SV Raika Rapid Feffernitz. Da wir an den Brettern 2 bis 4 klarer ELO-Favorit waren, sollte dieser Wettkampf eine klare Angelegenheit werden.

 

Unsere Weißpartien von Viktoria und Marharyta waren irgendwie ,eine Einbahnstraße’. Marharyta spielte ab dem 15. Zug einen unparierbaren Königsangriff und markierte nach knapp 2 Stunden die 1:0 Führung.

Mit demselben Muster ging auch Viktoria auf den gegnerischen König los und kurze Zeit später stand es 2:0.

Etwas Stirnrunzeln war an unseren Schwarzbrettern angesagt.

Weniger bei Zoya, die sich hart tat, etwas Vorteil aus der Stellung zu quetschen, als viel mehr bei Marina, die schwer unter Druck stand und einen Bauern hergeben mußte. In der Zeitnotphase verlor Marinas Gegnerin etwas den Faden und Marina konnte mit einem Mehrbauer in ein Turmendspiel gehen.

Auch Zoya nutzte die Zeitnotphase, um aus einer ,toten Remisstellung’, mit Hilfe der Gegnerin einen Bauern zu gewinnen. Allerdings waren ungleichfarbige Läufer auf dem Brett und Zoya kämpfte 5 Stunden und gewann zum 3:0.

Als letzte Partie dieser Runde versuchte Marina das Turmendspiel mit zwei gegen einen Bauern zu gewinnen.  

Nicht zu glauben, mit dem 100. Zug bekommt Marina die Gewinnstellung, die sie sich nicht mehr nehmen lässt.

Unfassbar – 4:0 – 6 Stunden Spielzeit – Platz 2!

 

*Günther*

 

In unserer Samstagspartie hatten wir den SV–das Wien-St. Veit als Gegner, die allerdings nicht in Bestbesetzung antraten. Somit waren wir auch diesmal klar favorisiert.

 

Marina und Zoya hatten diesmal die weißen Steine. Marina spielte gegen den Naidorf-Sizilianer eine ruhige Variante, verdichtete immer mehr den Druck und gewann nach drei Stunden Spielzeit eine Quali. Zoya gewann einen wichtigen Zentrumsbauern, musste dann aber der Gegnerin etwas Gegenspiel zugestehen.

Margaryta erreichte frühzeitig eine aktive Fortsetzung und setzte ihre Gegnerin stark unter Druck. Wie eine ,Schraubzwinge’ ließ sie nicht mehr los, gewann Material und nach 3 Stunden hatte ihre Gegnerin keine Lust mehr. – 1:0

Viktoria hatte eine günstige Ragosin-Damengambit-Variante am Brett. Sie verteidigte einen Mehrbauern, musste allerdings das Zentrum der Gegnerin überlassen. Die Entscheidung, groß zu rochieren, war dann aber keine gute Wahl und musste sich, nach 3 Stunden, gegen die Niederlage wehren.

Marina spielte sehr sicher ihren Materialvorteil nach Hause und stellte, nach 3,5 Stunden, auf 2:0.

Nach der Zeitkontrolle ging das große Zittern los. Viktoria hatte zwar ein ungleichfarbiges Läuferendspiel, das aber eher unhaltbar erschien und Zoya hatte ihren Vorteil verspielt und jedes Ergebnis war noch möglich.

Sollte dieses Mal schon wieder so eine Mammut-Sitzung drohen?

Fünf Stunden waren gespielt und Viktoria musste die Waffen strecken. Zoya lenkte in ein Turmendspiel ein, das nicht mehr verlierbar war. Im Gegenteil, ihre Gegnerin stellte noch einen Bauern ein und verlor.

Endstand 3:1.   

*Günther*

Und danach gönnten wir uns einen feinen Abend in einem Wiener Lokal mit Schnitzel und Erdäpfelsalat  :-)                                    

In Runde 6 stand eine Vormittagspartie auf dem Spielplan. Dabei trafen wir im Tiroler-Derby auf den

SK DolomitenBank Lienz.

Der Eröffnungsverlauf zeigte, dass unser Team voll ausgeschlafen am Brett agierte.

Marina, mit Schwarz, bekam leichten Vorteil in einem c3-Sizi. Auch die Schwarzpartie von Zoya lief ab dem 10. Zug mit einem Mehrbauern in die richtige Richtung.

Auch Margaryta bekam eine Stellung, die ihr Spaß machen sollte und Viktoria wiederholte ihre Eröffnung aus der 4. Runde (Vierspringerspiel), in der sie schnell zu einem Königsangriff gekommen war.

Stand nach zwei Stunden: Viktorias Gegnerin hat eine Figur für 2 Bauern geopfert – das sollte aber nicht ganz korrekt sein?! Zoya und Margaryta stehen wohl auf Gewinn, Marina hat alles im Griff.

Margaryta verwertet ihren Freibauer in einem Damenendspiel und schließt das Wochenende mit 3 aus 3 ab.

Zoyas Gegnerin stellt einen Turm ein, vergisst aber, aufzugeben. Irgendwann merkt sie dann doch, dass es sinnlos ist – 2:0 – auch Zoya holt 3 Punkte.

 

Marina muß plötzlich bange Momente ausstehen, da ihre Gegnerin eine Figur für einen unwiderstehlichen Mattangriff hätte opfern können. Chance nicht genutzt, dann kann es im Schach ganz gern in die andere Richtung gehen. Marina bekommt einen gefährlichen Freibauern auf der vorletzten Reihe und ihre Gegnerin stellt eine Figur ein – 3:0 – Marina spielt diese Saison mit 5,5 aus 6 eine wahnsinnige Performance von über 2600!

Viktoria musste noch einen Bauern geben, um ihre Mehrfigur zur Geltung zu bringen. Sehr präzise und ausdauernd spielte sie dann noch 5 Stunden lang und fixierte den Endstand von 4:0.

 

FAZIT:

Was ist hier eigentlich los? 

Wir holen zweimal ein 4:0 und ein 3:1, ziehen mit Linz gleich und haben die bessere Brettwertung.

 

                                                       PLATZ 1! Eine schöne Momentaufnahme!

*Günther*

                                                          Wien Impressionen

                        

Frauen Bundesliga in Fürstenfeld von 12. - 14. Dezember 2025

 

Der Saison-Auftakt in der Frauenbundesliga führte uns nach Fürstenfeld.

Gemeinsam mit unserem Bundesliga-Team in der offenen Klasse waren wir somit als eine große ,Schach ohne Grenzen Familie’ vor Ort.

Mit Marina Brunello, Viktoria Radeva, Marharyta Khrapko und Algi Acarbay konnten wir eine gute Truppe an die Bretter bringen.

 

In der ersten Runde trafen wir auf den SK Dornbirn, die an den Brettern 2 – 4 die höhere ELO-Zahl vorweisen konnten.

 

Viktoria, mit Schwarz, konnte das Eröffnungsduell klar für sich entscheiden, übernahm sehr schnell die Initiative und gewann nach 24 Zügen.

Dann mussten wir aber lange warten, bis die nächste Entscheidung anstand.

Marina, mit Weiß, opferte eine Quali für einen starken Bauern am Damenflügel. Marharyta hatte die deutsche Nationalspielerin Jana Schneider total überspielt, stellte dann aber, in klarer Gewinnstellung ihren wichtigen Freibauern ein und landete in einem Remis-Turmendspiel. Auch Algi war nie gefährdet. Das Turmendspiel, trotz Minusbauer, war für keine Spielerin gewinnbar.

Beide Partien schleppten sich aber noch 20 Züge lang hin, bis es zum Friedensschluss kam.

Marina war es vorbehalten, für den Endstand zu sorgen. Sie holte sich noch mehr Bauern für die Minus-Quali und gewann nach 58 Zügen.

Endstand 3:1 – eine feine Leistung!

 

*Günther*

 

In Runde 2 durften ,unsere Mädels’ gegen die Toppmannschaft SC Victoria Linz an die Bretter.

Unbeeindruckt von den ELO-Unterschieden lieferte unser Team einen Kampf auf Augenhöhe. Viktoria und Algi standen, bis weit ins Mittelspiel, eindeutig besser und auch Marina wickelte gegen die Weltmeisterin von 2015 Mariya Muzychuk in ein sehr gutes Endspiel ab.

 

Viktoria vergab an einer Stelle den Gewinn gegen die österreichische Nationalspielerin Olga Badelka und musste sich mit einem Remis abfinden.

Marharyta hatte von Anfang an Probleme am Damenflügel, die dann die deutsche Nummer 1 Dinara Wagner in einen Sieg ummünzte.

Marina versuchte noch alles, aber das Turmendspiel war dann doch Remis.

Fünf Stunden lang kämpfte Algi mit einem schönen Raumvorteil. Stellte dann aber in Zeitnot einen Bauern ein und das Damenenspiel war dann leider nicht mehr zu halten.

Endstand 1:3 – ein heroischer Kampf – wir sind stolz auf euch!!

Im Tiroler-Derby gegen Mayrhofen/Zillertal war unser Quartett klarer Favorit.

Die Weiß-Partien von Marina und Marharyta liefen relativ schnell in Richtung klarer Vorteil mit Mehrbauer.

Viktoria stand etwas gedrückt und Algis Stellung war o.k.

Nach drei Stunden hatte sich Viktoria freigekämpft und strebte unaufhaltsam in Richtung Sieg. Was dann auch sehr schnell ging. Nachdem auch Marharyta den vollen Zähler einfuhr, stand es 2:0.

Kurz darauf gewann auch Marina sehr sicher und Algi bewies, dass nicht alle Turmendspiele Remis enden müssen und holte den Endstand zum 4:0.

 

                                          Mädels, ihr seid eine ,SUPER Truppe’. Vielen, vielen Dank!  

*Günther*

 

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